Presse — jazzahead!

Presse

Sie haben Fragen, brauchen Informationen, Bildmaterial, einen Interview- oder Ansprechpartner? Auf diesen Seiten finden Sie Aktuelles rund um die jazzahead! inklusive Pressemitteilungen, Informationen zur Akkreditierung für die jazzahead! Messe und mehr.

Ihr Ansprechpartner für Presseangelegenheiten ist Frank Schümann.

Mitteilungen

  • jazzahead! | 12.01.2023

    36 Showcases stehen fest!

    Vielseitiges Programm – Jurys hochzufrieden – 576 Bewerbungen aus 45 Ländern – Termin: 27. bis 30. April auf dem Gelände der MESSE BREMEN Der Juryentscheid steht fest, die jazzahead! 2023 der MESSE BREMEN nimmt Formen an – ...

    Mehr erfahren

    jazzahead! nimmt Formen an: Diese Acts haben sich durchgesetzt!

    Vielseitiges Programm – Jurys hochzufrieden – 576 Bewerbungen aus 45 Ländern – Termin: 27. bis 30. April auf dem Gelände der MESSE BREMEN

    Der Juryentscheid steht fest, die jazzahead! 2023 der MESSE BREMEN nimmt Formen an – und man kann ihn geradezu hören, den Trommelwirbel! Aus nicht weniger als 576 Bewerbungen haben sich 32 Künstler:innen und Bands durchgesetzt, die vom 27. bis zum 30. April auf der weltgrößten Jazzmesse zu hören sein werden – zusätzlich zu den vier Commissioned Works, die in der letzten Pressemitteilung schon vorgestellt wurden. Neben diesen im Zentrum stehenden Kooperationen wird es im Rahmen der German Jazz Expo acht weitere Showcase-Konzerte geben, zudem Overseas Showcases mit ebenfalls acht Konzerten sowie European Showcases mit 16 Konzerten. „Ich glaube, dass wir wieder ein hoch spannendes, sehr abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt haben“, sagt Sybille Kornitschky, die Projektleiterin der jazzahead! Fachmesse.

    Die Juror:innen hatten wieder sehr viel zu hören, die 576 Bewerbungen stammten aus insgesamt 45 Ländern. Die künstlerischen Leiter der jazzahead! und die vier internationalen Jurys, bestehend aus Programmverantwortlichen von Festivals und Clubs, machten sich die Entscheidung dabei nicht leicht: Jede einzelne Bewerbung wurde intensiv gesichtet und gehört, daraus entstand ein Ranking und eine entsprechende Shortlist. „Es hätten viel mehr verdient als die, die es nun werden“, sagt Kornitschky, „das Niveau war insgesamt wieder sehr hoch – und leider hat es dadurch auch wieder viele Enttäuschungen gegeben.“ 17 dieser Länder sind nun in den Showcases mit ihren Künstler:innen vertreten. Alle ausgewählten Acts mit entsprechenden Kurzbeschreibungen finden Sie am Ende dieser Pressemitteilung.

    Das Programm steht einmal mehr für große Vielseitigkeit, wobei die Bandbreite noch größer sei als in den Vorjahren. So findet sich in den 36 Showcase-Acts in der Tat alles, was – neben dem, was gemeinhin als Jazz gilt – in Beziehung zum Jazz steht, ob Folk, Weltmusik, Rock oder Elektro.

    Bemerkenswert unter anderem in diesem Jahr: „Es haben sich viele Großensembles beworben“, sagt Uli Beckerhoff, gemeinsam mit Peter Schulze der künstlerische Leiter der jazzahead!.Gleich drei von ihnen hätten es alleine in der German Jazz Expo in die Shortlist geschafft – „und dabei sind alle sehr unterschiedlich, zwischen sehr freien Arrangements und sehr genauen Orchestrierungen.“

    Das finale Programm umfasst dabei einen „unglaublichen Gitarristen“ wie den Australier Josh Meader mit seinem Trio ebenso wie die auf Kuba geborene Cellistin und Sängerin ANA CARLA MAZA, die mit ihrer sehr individuellen Musik und ihren tiefen Verbindungen zu kubanischen Musikern bereits ein großer YouTube-Star mit über einer Million Klicks ist. Sehr originell ebenfalls die Formation „Schntzl“ aus Belgien, spannend auch die norwegische Band LILJA mit Rock-Einflüssen oder das französische Duo „No Sax No Clar“ – „die sind von der Art des Zusammenspiels unfassbar gut“, so Beckerhoff.  

    Man sei entsprechend der eigenen Vorgabe näher an die stilistischen Ränder gerückt, so die künstlerischen Leiter: Stellvertretend sei dafür die deutsche Band Conic Rose zu nennen, sagt Beckerhoff: „Die sind mit ihrem Pop-und Elektro-Mix jazzig und zugleich fein strukturiert, sehr freigeistig und doch gut durchdacht. Je länger man hinhört, desto spannender wird es – sehr modern!“

    Es sei auch gut, dass die bisherigen geographisch definierten Programm-Module nun offener gestaltet werden, sagt Peter Schulze, denn: „Wie will man etwa einen kubanischen Musiker einordnen, der in Spanien lebt und arbeitet oder auch die vielen afrikanischen Musiker:innen, die in Frankreich ihren Lebensmittelpunkt haben. Jazz ist einfach geografisch nicht in Grenzen zu fassen.“

    Auch die internationalen Juror:innen sind des Lobes voll. Stellvertretend sagt Raluca Baicu, Künstlerische Leiterin des North Sea Round Town Festivals, die der Jury für die German Jazz Expo angehörte: „Teil der Jury zu sein war eine große Quelle der Entdeckung – es war inspirierend, all diese Bewerbungen zu hören und dabei so viele hochwertige Projekte und leidenschaftliche Künstler aus Deutschland zu entdecken.“ Zugleich sei die Auswahl aber auch eine große Herausforderung gewesen: „Es war für die Jury nicht einfach, bei so vielen guten Projekten eine kurze Liste zu erstellen, insbesondere wenn es um größere Ensembles ging. Dieser Aspekt war für mich persönlich der überraschendste Teil des Prozesses, nämlich das künstlerische Interesse und die Entwicklungen für größere Ensembles zu sehen.“

    Die einzelnen Besetzungen der Jurys finden Sie auf unserer Homepage: www.jazzahead.de

     

    Copyright Pressefoto:
    Das Pressefoto darf nur für redaktionelle Zwecke in Zusammenhang mit Veranstaltungen der M3B GmbH verwendet werden. Die Urheberrechte liegen bei M3B GmbH/ Fotograf. Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei der M3B GmbH. Pressefotos, die redaktionell verwendet werden, müssen mit der entsprechenden Quellenangabe versehen werden. Abdruck und Veröffentlichung der Pressefotos ist honorarfrei. Wir bitten Printmedien um ein Belegexemplar, elektronische Medien (Internet) um eine kurze Benachrichtigung. Für eine gewerbliche Nutzung der Pressefotos bedarf es der vorherigen schriftlichen Zustimmung.

    Weitere Informationen für die Redaktionen:
    MESSE BREMEN/M3B GmbH
    Frank Schümann, Tel. +49 421 3505 – 453
    E-Mail: presse@messe-bremen.de; schuemann@messe-bremen.de

    Schließen  


  • jazzahead! | 14.12.2022

    jazzahead!: Building Bridges in New York

    jazzahead! in New York: Eine Delegation aus Bremen wird im Januar in die US-amerikanische Metropole reisen, um dort die jazzahead! und das Partnerland Deutschland zu präsentieren. Und nicht nur ...

    Mehr erfahren

    jazzahead!-Delegation ist im Januar in New York – Vier „Commissoned Works“ im Rahmen des Partnerlandes Deutschland

    jazzahead! in New York: Eine Delegation aus Bremen wird im Januar in die US-amerikanische Metropole reisen, um dort die jazzahead! und das Partnerland Deutschland zu präsentieren. Und nicht nur das: Im berühmten Blue Note Club wird Ingrid Laubrock am 14. Januar ein exklusives Vorab-Konzert mit ihrem neu formierten Ensemble „Lilith“ geben. Zudem findet zwei Tage zuvor im Goethe-Institut ein Panel über Jazz in Deutschland statt, an dem neben Laubrock mit Charlotte Greve, Timo Vollbrecht und Tobias Meinhart weitere deutsche Musiker:innen teilnehmen, die in den USA stark vernetzt sind, dort leben und arbeiten.

    „Wir wollen den künstlerischen Austausch verstärken“
    Die Saxofonistin Ingrid Laubrock ist eine der vier künstlerischen Leiter:innen der sogenannten „Commissioned Works“, die Teil des künstlerischen Konzepts des Partnerlandprogramms sind. Das Partnerland Deutschland, das in diesem Jahr im Zentrum steht, kooperiert dabei in musikalischer Form mit vier anderen Ländern – mit den Nachbarländern Österreich, Frankreich und den Niederlanden sowie eben den USA. Projektleiterin Sybille Kornitschky sagt zu den „Commissioned Works“: „Hinter unseren Planungen steht der künstlerische Austausch, den wir neu beleuchten und verstärken wollen.“ Für die jazzahead! werden Peter Schulze und Götz Bühler in die USA reisen.

    Die vier „Commissioned Works“ im Einzelnen: In Österreich ist der Saxofonist Heinrich von Kalnein der Bandleader, in den Niederlanden der Schlagzeuger Felix Schlarmann und in Frankreich mit Daniel Erdmann erneut ein Saxofonist. Kornitschky: „Wir haben die musikalischen Leitungen zusammen mit unseren Kooperationspartnern ausgewählt, sie selbst hatten aber völlig freie Hand, was die Zusammenstellung ihrer Ensembles betrifft, die natürlich – und daran arbeiten wir gemeinsam mit den Partnerorganisationen – über die jazzahead! hinaus Bestand haben sollen.“

    Ingrid Laubrock über das Projekt
    Ingrid Laubrock freut sich sehr, Teil dieses Projekts zu sein. Über ihre Band „Lilith“ sagt sie: „Wenn ein Projekt zunächst nur in der Vorstellung der Komponist:in existiert, ist es eine etwas einschüchternde Aufgabe, einen Namen zu finden und darüber zu schreiben. Als ich über einen potentiellen Bandnamen nachdachte, kam mir in den Sinn, wie selten es ist, einen Adam und eine Eva in derselben Gruppe zu haben. Das erinnerte mich an Lilith: Adams erste Frau, die im Gegensatz zu Eva zur gleichen Zeit und aus demselben Ton wie Adam geformt wurde. Um Lilith ranken sich viele Mythen, doch alle haben eines gemeinsam: Sie ist nicht unterwürfig, sondern mächtig und gefürchtet. In einer Zeit, in der Frauenrechte in Gefahr laufen, abgeschafft oder rückgängig gemacht zu werden oder einfach nicht existieren, scheint es angebracht, eine gefährliche und unbequeme Frau zu feiern.“

     Die Line-Ups der vier Bands
    Im Folgenden die kompletten Line-Ups der vier Bands, auf deren große Premieren sich das jazzahead! Publikum vom 27. – 30. April in Bremen freuen darf:

    Ingrid Laubrock / USA
    Ingrid Laubrock: Saxophones 
    David Adewumi: Trumpet 
    Adam Matlock: Accordion 
    Eva Lawitts: Double Bass 
    Yvonne Rogers: Piano  
    Henry Mermer: Drums

    Heinrich von Kalnein / Österreich
    Heinrich von Kalnein: Tenor- & Sopransaxofon, Flöten
    Jakob Helling: Trompete, Flügelhorn
    Theresia Philipp: Altsaxofon, Klarinette
    Alois Eberl: Posaune
    Hanno Busch: E-Gitarre
    Sebastian Scobel: Piano, E-Piano
    Gina Schwarz: Kontrabass
    Reinhold Schmölzer: Schlagzeug

    Felix Schlarmann / Niederlande
    Ben van Gelder: Altsax
    Mete Erker: Tenorsax
    Olivier van Niekerk: Git
    Liva Dumpe: Vocal
    Franz von Chossy: Piano
    Pat Cleaver: Bass
    Felix Schlarmann: Drums

    Daniel Erdmann / Frankreich
    Théo Ceccaldi: Violine
    Hélène Duret: Clarinette
    Vincent Courtois: Cello
    Daniel Erdmann: Tenorsax
    Robert Lucaciu: Bass
    Eva Klesse:  Drums

    Ingrid Laubrock / USA
    Ingrid Laubrock: Saxophones 
    David Adewumi: Trumpet 
    Adam Matlock: Accordion 
    Eva Lawitts: Double Bass 
    Yvonne Rogers: Piano  
    Henry Mermer: Drums

    Wer mehr über die Reise wissen möchte, kann sich mit Jakob Fraisse in Verbindung setzen. Kontakt: fraisse@jazzahead.de.

    Mehr Infos: www.messe-bremen.de

    (4.137 Zeichen inkl. Leerzeichen)

     

    Schließen  


  • jazzahead! | 01.12.2022

    jazzahead! CLUBNIGHT in alter Form

    Sie kommt wieder, die Clubnight in alter Form: Wenn am Freitag, 28. April 2023 die Bremer Clubs ihre Pforten für die jazzahead! aufmachen, wird die frühere Regelung wieder greifen, nach ...

    Mehr erfahren

    Am Freitag, 28. April 2023: Ein Ticket für alle Locations – Vorverkauf startet heute mit X-mas-Special – „Die Nacht ist der Star!“

    Sie kommt wieder, die Clubnight in alter Form: Wenn am Freitag, 28. April 2023 die Bremer Clubs ihre Pforten für die jazzahead! aufmachen, wird die frühere Regelung wieder greifen, nach der ein einziges Ticket für die Besuche aller Konzerte am selben Abend berechtigt. In diesem Frühjahr war dies wegen Corona nicht möglich gewesen. „Wir haben in diesem Jahr auf die Pandemie reagieren und deshalb einiges anders machen müssen“, sagt die Projektleiterin Sybille Kornitschky: „Wir freuen uns aber umso mehr, dass wir für unsere nächste Ausgabe im April wieder zur bewährten Form zurückkehren können.“

    Das „All in one“-Ticket beinhaltet wieder den kompletten „public transport“ im Gebiet des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) und kostet im Normaltarif 35 Euro (ermäßigt 20 Euro). Der Vorverkauf startet heute – verbunden mit einer besonderen Weihnachts-Aktion: Vom 1. bis zum 24. Dezember ist es als X-mas-Special für nur 25 Euro (zuzüglich Gebühren/ermäßigt ebenfalls 20 Euro) zu erwerben, also für zehn Euro weniger. Das inkludierte Mobilitäts-Ticket ist ab Freitag, 15 Uhr gültig und greift bis zum Samstagmorgen um 10 Uhr. „Das ist doch ein tolles Weihnachtsgeschenk für echte Fans“, so Kornitschky. Ein schön designtes „Souvenir-Ticket“ gibt es bis zum 24. Dezember per Postversand direkt bei Nordwest Ticket zu bestellen.

    Die Programmplanung laufe derzeit auf Hochtouren, so Kornitschky, wobei eines klar sei: „Die Nacht ist der Star!“. Fest steht auch, dass sich wieder mehr als 25 Locations beteiligen. Viele bekannte Spielstätten und auch einige neue werden dabei sein, unter anderem das Römer, das Irgendwo, das bremer kriminal theater, die bremer shakespeare company im Zusammenspiel mit dem Falstaff, das Restaurant Canova oder auch einige Locations in Bremen-Nord. Das konkrete Programm wird Anfang März veröffentlicht.

    Tickets gibt es in den Vorverkaufsstellen oder unter Telefon 0421 – 36 36 36 sowie bei Nordwest Ticket über den eigenen Webshop. Außerdem sind die Karten erhältlich beim Ticket-Service in der Glocke (0421 – 33 66 99), im Pressehaus des Weser-Kurier, in allen regionalen Zeitungshäusern oder online unter www.jazzahead.de.

    (2.162 Zeichen inkl. Leerzeichen)

     

     

     

     

     

    Schließen  


  • jazzahead! | 30.11.2022

    jazzahead! 2023: Partnerland Deutschland „Diese Wahl war überfällig“

    Die jazzahead! 2023 wird in vielerlei Hinsicht anders: Hervorstechendstes Merkmal ist dabei die Wahl des Partnerlandes Deutschland, das dieses Mal identisch mit dem Gastgeberland ist. „Eine sogar überfällige Wahl“, sagt ...

    Mehr erfahren

    Partnerland Deutschland – was bedeutet das? Interview mit Projektleiterin Sybille Kornitschky – „Commissioned Works“ mit vier anderen Ländern im Zentrum

    Die jazzahead! 2023 wird in vielerlei Hinsicht anders: Hervorstechendstes Merkmal ist dabei die Wahl des Partnerlandes Deutschland, das dieses Mal identisch mit dem Gastgeberland ist. „Eine sogar überfällige Wahl“, sagt Sybille Kornitschky. Warum die Verantwortlichen sich so entschieden haben, das erläutert die Projektleiterin ausführlich im folgenden Interview – und auch, welche Konsequenzen sich daraus ergeben. So stehen jetzt Kooperationen zwischen Deutschland und insgesamt vier anderen Ländern – Frankreich, Österreich, den Niederlanden sowie den USA – im Mittelpunkt, die so genannten „Commissioned Works“. Stattfinden wird die jazzahead! 2023 vom 27. bis zum 30. April auf dem Gelände der MESSE BREMEN. Das gesamte Interview lesen Sie bitte im Folgenden!

    Schlicht gefragt: Partnerland Deutschland – warum?
    Diese Entscheidung mag für manche überraschend klingen – für uns aber keineswegs, sondern sie war gewissermaßen sogar überfällig. Doch ich will weiter ausholen: Die Wahl des Partnerlandes treffen wir immer künstlerisch. Wir wollen einem Land und einer Szene damit international zu mehr Sichtbarkeit verhelfen – und zwar Ländern, von denen wir denken, dass sie diese Aufmerksamkeit einfach verdient haben.

    Also ist Deutschland zu wenig sichtbar gewesen?
    Definitiv! Und in diesem Sinne ist es mehr als überfällig, dass wir Deutschland diese Möglichkeit geben, sich als Jazz-Land zu präsentieren. Man muss wissen: Die deutsche Szene steht im eigenen Land in starker Konkurrenz zu Produktionen aus dem Ausland, weil ein Booking von ausländischen Bands aufgrund der Förderstrukturen für deutsche Veranstalter zum Teil lukrativer ist als deutsche Bands zu buchen. Deutschland ist ein sehr erfolgreiches Import-Land für Jazz aus aller Welt, aber eben noch nicht so stark im Export seiner eigenen Produktionen. Hier müssen wir einfach besser werden.

    Die erneute Ausrichtung des Deutschen Jazzpreises in Bremen spielt in diesem Kontext sicher auch eine Rolle?
    Ja, das ist ein wichtiger Grund für uns, diese Partnerlandwahl konkret ins nächste Jahr zu legen – ansonsten hätte man auch ein Jubiläumsjahr nehmen können. Aber diese zwei Dinge kommen da zusammen, und es macht natürlich maximal Sinn, dann das Partnerland Deutschland 2023 auszurufen.

    Was sind die Gründe dafür, dass Deutschland als Export-Land noch nicht funktioniert?
    Eine große Rolle spielt der Föderalismus – es gibt eben nicht wie in anderen Ländern diese eine nationale Stelle, an der alles zusammenläuft. Wir sind in Deutschland einfach noch nicht so aufgestellt wie andere Länder, die seit Jahren gut funktionierende Strukturen und Exportstrategien entwickelt und umgesetzt haben. Aber daran arbeiten wir in diesem Jahr intensiver denn je, zusammen mit der Initiative Musik oder auch dem Goethe-Institut. Ein Schlüssel in dieser Hinsicht wird auch die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sein, ein engerer Austausch, ein gemeinsames Wirken ist daher unser Bestreben.

    An der Musik, an dem Produkt Deutscher Jazz liegt es sicher nicht…
    Nein, auf gar keinen Fall. Da spielt Deutschland auf höchstem internationalem Niveau mit. Sowohl, was die Diversität, die Stilistiken, die Bandbreite an sich und die Größe der Szene anbelangt, müssen wir den Vergleich mit anderen Nationen in keiner Weise scheuen.

    Wie seid Ihr an die Frage der Präsentation des Partnerlandes Deutschland herangegangen?
    Uns war schon bewusst, dass wir intensiv darüber nachdenken müssen, wie wir ein Partnerland Deutschland präsentieren. Eins war klar: Es sollten jetzt nicht jenseits der acht Bands, die wir musikalisch ohnehin jedes Jahr im Rahmen der German Jazz Expo präsentiert haben, einfach nur ein paar mehr Bands sein. Das wäre viel zu kurz gegriffen. Hinter unseren Planungen steht der künstlerische Austausch. Wir sind darüber auf die Idee der „Commissioned Works“ gekommen. Wir starten deshalb bewusst mit Nachbarländern, mit denen es schon Austausch gegeben hat. Wir wollten etwas, das bereits existiert, neu beleuchten und wiederbeleben und haben uns daher für Frankreich, Österreich und die Niederlande entschieden. Weil wir dort Partner haben, die in der Lage sind, dieses Projekt nicht nur für die jazzahead! 2023 anzugehen, sondern auch darüber hinaus begleiten können.

    Es geht also auch hier um Nachhaltigkeit…
    …genau! Und wir haben ein viertes Land ausgewählt, für das wir nach Übersee gegangen sind, nämlich in die USA. Wir sind uns um die Bedeutung der USA für Jazzer:innen bewusst und arbeiten schon seit Jahren an dieser Brücke zwischen den US-amerikanischen Märkten und Europa, und da vor allem Deutschland. Unsere Hoffnung ist, dass wir diesen Brückenschlag vielleicht auf ein höheres Niveau heben können. Die USA bleiben definitiv ein Sehnsuchtsland. Keine Jazz-Metropole steht mehr für Jazz aus Amerika als New York, deshalb planen wir auch erstmalig einen Aufschlag in dieser Stadt, zum Zeitpunkt des Winter Jazzfests und der großen Performance Art Messe APAP im Januar.

    Und als Bandleader wurden jeweils Künstlerpersönlichkeiten aus Deutschland ausgewählt, die in den jeweiligen Ländern arbeiten…
    Genau! In Österreich ist das der Saxofonist Heinrich von Kalnein, der die Szene kennt und bestens vernetzt ist. Der Vernetzungsgedanke war überhaupt das A und O. In den Niederlanden ist die Wahl auf den Schlagzeuger Felix Schlarmann gefallen, und in Frankreich auf den Saxofonisten Daniel Erdmann. In den USA haben wir mit Ingrid Laubrock erneut eine Saxofonistin als Bandleaderin. Wir haben die musikalischen Leitungen zusammen mit unseren Kooperationspartnern ausgewählt, sie selbst haben aber völlig freie Hand, was die Zusammenstellung der Ensembles betrifft, die hoffentlich über die jazzahead! hinaus Bestand haben.

    Nimmt die jazzahead! die Rolle ein, die sonst Institutionen wie die Kanadische Botschaft, Music Finland oder das Adam-Mickiewicz-Institut innehatten?
    Wir verstehen uns durchaus als die Exportplattform für deutschen Jazz, sind aber keine Fördereinrichtung. Aber wir suchen seit Jahren den Schulterschluss mit eben genau diesen. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den fördernden Institutionen weiter zu verbessern und gehen daher für das Partnerlandjahr Deutschland noch viel stärker in den Austausch.

    Was sind die besonderen Programmpunkte im Rahmen des Partnerlandprogramms?
    Das Programm wird erst Ende Februar feststehen. Wir gehen dabei ganz bewusst den Weg der Partizipation. Wir sind jetzt im Austausch mit vielen Institutionen aus Deutschland und haben sieben „Thementische“ entwickelt, zu denen wir einladen, um gemeinsam ein spannendes Programm auf die Beine zu stellen, das am Puls der Zeit ist.

    Warum wurden die Programmlinien aufgelöst?
    Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Der Donnerstag wird nun zum ganzen Messe-Tag, das heißt, er bekommt auch musikalisch die gleiche Gewichtung wie Freitag und Samstag. Wir wollten, dass Deutschland an jedem Tag der jazzahead! eine bedeutende Rolle zukommt. Und so werden diese „Commissioned Works“ über die Tage verteilt stattfinden. Wir finden aber auch, dass eine Durchmischung der Programmlinien für die Zuschauer einen Gewinn an Attraktivität bedeutet!

    Letzte Frage: Was hat das Partnerlandjahr Deutschland für langfristige Auswirkungen auf die jazzahead!?
    Uns war schon länger klar: Irgendwann werden wir mit unserem Konzept eines bestimmten Partnerlandes an Grenzen stoßen. Wir werden aber nicht darauf warten, bis wir alle 195 Länder, die es auf der Welt gibt, einmal als Partnerland durchhaben. Die Liste der Jazz-Nationen, die in der Lage sind, ein solch umfangreiches Projekt mit uns zusammen zu präsentieren, ist nun auch nicht endlos lang – also wollen wir neue Möglichkeiten schaffen. Man könnte zum Beispiel Regionen präsentieren oder Tandems. Das knüpft wiederum auch wunderbar an die Idee der „Commissioned Works“ an. Klar ist: Wir wollen in Zukunft andere Wege gehen und bereiten das jetzt bereits ein bisschen vor. Die jazzahead! war ja immer in Bewegung, keine Ausgabe war gleich, das hat sie auch über die Jahre immer erfolgreicher werden lassen.

    Weitere Informationen zur jazzahead! unter www.jazzahead.de.

    (9.225 Zeichen inkl. Leerzeichen)

    Weitere Informationen für die Redaktionen:
    MESSE BREMEN/M3B GmbH
    Frank Schümann, Tel. +49 421 3505 – 453
    E-Mail: presse@messe-bremen.de; schuemann@messe-bremen.de

    Schließen  


  • jazzahead! | 26.10.2022

    Die Reihe jazzahead! FEAT. wird fortgesetzt

    Im Laufe der Reihe jazzahead! FEAT. konnten dem Publikum in der Vergangenheit schon einige Perlen präsentiert werden – an verschiedenen Spielorten, außerhalb der jazzahead!-Festivalzeit. Am Samstag, 5. November wird ...

    Mehr erfahren

    Konzert am 5. November um 20 Uhr

    Im Laufe der Reihe jazzahead! FEAT. konnten dem Publikum in der Vergangenheit schon einige Perlen präsentiert werden – an verschiedenen Spielorten, außerhalb der jazzahead!-Festivalzeit.

    Am Samstag, 5. November wird diese Reihe mit einem besonderen Konzert im Kulturzentrum Schlachthof fortgesetzt: Ab 20 Uhr präsentiert sich im Rahmen der Roots-Night die brasilianische Musikerin Badi Assad, die sich unter anderem als virtuose Gitarristin einen Namen gemacht hat. Von der Zeitschrift „Guitar Player“ ist die heute 55-Jährige zu einer der besten Musikerinnen der Welt gewählt worden.

    Die vielseitige und ausdrucksstarke Musikerin kann aber einiges mehr als nur ausgezeichnet Gitarre spielen, sie singt leidenschaftlich und beherrscht spezielle Mundtechniken. Musikalisch steht sie für einen Mix aus brasilianischer Tradition, Jazz, klassischer Musik, Pop und Avantgarde. Dabei fügt sie permanent neue Ideen in ihre Kompositionen ein, fordert ihr Publikum heraus und schafft frische und innovative Klänge. Wegen ihrer vielfältigen Qualitäten war sie 2021 Teil des Showcase-Programms der jazzahead! – leider wegen der Pandemie nur digital. Jetzt ist sie live in Bremen zu erleben!

    „Badi Assad ist eine hoch emotionale und ausdrucksstarke Sängerin, eine Gitarristin mit herausragender instrumentaler Technik, gepaart mit einer unbeschreiblichen Bühnenpräsenz“, so beschreibt Uli Beckerhoff, einer der künstlerischen Leiter von jazzahead!, die Musikerin: „Bremen kann sich auf einen mitreißenden Konzertabend freuen.“

    Ticketverkauf über Nordwest-Ticket, Tel: 0421 – 36 36 36, https://www.nordwest-ticket.de

    und CTS Eventim, Tel: 0421 – 35 36 37, https://www.eventim.de

    Im Rahmen von NEUSTART PROGRAMM, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Konzert wird präsentiert von COSMO und dem Weser Kurier.

    (1.979 Zeichen inkl. Leerzeichen)

    Weitere Informationen für die Redaktionen:
    MESSE BREMEN/M3B GmbH
    Frank Schümann, Tel. +49 421 3505 – 453
    E-Mail: presse@messe-bremen.de; schuemann@messe-bremen.de

    Schließen  


  • jazzahead! | 22.09.2022

    Registration for jazzahead! 2023 will open on Tuesday 27 September 2022

    It’s that time of year again: the application and registration processes for the next jazzahead! are about to get under way: registration for what is set to be the 17...

    Mehr erfahren

    The 2023 trade fair and festival to take place from 27-30 April - A one-month window for showcase applications also opens next week on 27 September - Partner country is Germany.

    It’s that time of year again: the application and registration processes for the next jazzahead! are about to get under way: registration for what is set to be the 17th edition of the world’s largest jazz industry gathering will start just one week from now, on Tuesday 27 September. The jazzahead! trade fair and festival will take place from 27 to 30 April in Bremen. The fair opens on the Thursday morning and ends on the Sunday afternoon. The partner country is…Germany.

    MESSE BREMEN is organising jazzahead! 2023 as an in-person event again, but the team is also expecting to be offering hybrid programme content. In addition there will be the option of online-only participation. Registration for on-site participation will open on 27 September. This date also marks the opening of the application procedure for the showcases; the window for applications is limited to just one month; it will close on 27 October. Registration for online-only participation will begin on 1 November. Applications can be made as usual via our homepage jazzahead.de.

    The choice of the showcase acts to appear at jazzahead! 2023 will be made by three distinguished international juries. Peter Schulze, Artistic Director of jazzahead! alongside Ulrich Beckerhoff, comments: „We are looking for applications from the whole spectrum of the scene and are particularly keen to hear from musicians from the Afro-diasporic, indie and electronica scenes.” Schulze notes that there are a lot of really interesting developments on these creative fringes.

    The choice of Germany to be partner country of jazzahead! 2023 is significant: it will lead to a higher level of international focus and attention on the German jazz scene than in previous years. At the same time, this decision will lead to changes in the schedule: familiar programme segments such as the European Jazz Meeting, the Overseas Night or the Partner Country Night have been abandoned. Instead, the music programme of this year’s 36 international showcase concerts will be spread over all four days of the event.

    Highlights will include four major premieres – as part of the concept with Germany as partner country, people attending will witness completely newly-formed jazz ensembles, with bandleaders from Germany working alongside musicians from the Netherlands, France, Austria and the USA.

    The Deutscher Jazzpreis (German Jazz Prize) has a new date: next year it will be awarded on the opening day of jazzahead!, 27 April, at the Metropol Theater. Once again, a large number of exciting acts will be attending or performing. Produced by Initiative Musik, the prize has been awarded annually since 2021. Its mission is to cast a spotlight on the diversity and creativity of the German and international jazz scenes, and each of the winners receives 10,000 euros. For more information on our partner the Deutscher Jazzpreis, visit their homepage: www.deutscher-jazzpreis.de.

    Further information on jazzahead!: www.jazzahead.de.

    (2.972 characters incl. spaces)


    We kindly request that editors will consider this release for publication.


    Further information for editorial offices:
    MESSE BREMEN/M3B GmbH
    Frank Schümann, Tel. +49 421 3505 – 453
    E-Mail: presse@messe-bremen.de; schuemann@messe-bremen.de

    Schließen  


Akkreditierung

Die Akkreditierung erfolgt über das Akkreditierungsformular der MESSE BREMEN.

Jetzt hier akkreditieren!
Bitte beachten Sie unsere Akkreditierungsrichtlinien:

PDF herunterladen
Die Akkreditierung für die jazzahead! beinhaltet den Besuch von Messe, Konferenzen, Showcases, CLUBNIGHT und After-Partys auf dem Gelände. Wenn Sie weitere Fragen haben, dann kontaktieren Sie bitte: presse@messe-bremen.de

Bilder


Wir stellen Ihnen Pressebilder in unserer Cloud zur Verfügung.

Bildrechte

Die Pressefotos dürfen nur für redaktionelle Zwecke in Zusammenhang mit Veranstaltungen der jazzahead! verwendet werden. Nutzungs- und Verwertungsrechte sind zu beachten. Pressefotos, die redaktionell verwendet werden, müssen mit der entsprechenden Quellenangabe versehen werden. Abdruck und Veröffentlichung der Pressefotos ist honorarfrei. Wir bitten Printmedien um ein Belegexemplar, elektronische Medien (Internet) um eine kurze Benachrichtigung. Für eine gewerbliche Nutzung der Pressefotos bedarf es der vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Verteiler

Wenn Sie zukünftig unsere Pressemitteilungen und Presseeinladungen erhalten möchten, melden Sie sich für den Presseverteiler der jazzahead! an.

    Sie können der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten jederzeit unter info@jazzahead.de für die Zukunft widersprechen.

    Unsere Informationen zum Datenschutz nach Art. 13 und Art. 14 der EU Datenschutzgrundverordnung können Sie auf unserer Internet-Seite unter www.jazzahead.de einsehen oder unter der Telefonnummer +49 (0)421 3505-0 beziehungsweise über datenschutz@m3b-bremen.de anfordern.

    *Pflichtfelder